Bezeugte Tatsachen aus dem Leben

Ein Priester erzählt: „1925 durfte ich als Student meine erste Romfahrt machen. Sie hätte mir aber beinahe das Leben gekostet, und zwar durch meinen eigenen Leichtsinn. Gleich manchen verwegenen Römern hatte ich es mir zur üblen Gewohnheit gemacht, manchmal von der fahrenden Tram­bahn abzuspringen. Abends fuhr ich wieder vom Stadt­innern in mein Quartier, das am Stadtrand lag. Es war schon ziem­lich dunkel. Weil die Haltestelle etwas weiter von mei­nem Hotel entfernt war, sprang ich kurzerhand wieder unterm Fahren ab. Mit einem Schwung sondergleichen wir­bel­te ich auf dem Trottoir mehrere Meter dahin, bis ich mit meinem Hirn an einer Mauer stand. Es tat mir nichts weh, aber wäre ich drei Sekunden später abgesprungen, dann wäre ich unfehlbar mit aller Wucht an das hervortretende Mauereck gerannt und – mit zerschmettertem Kopf liegen geblieben. Den ganzen Abend dankte ich meinem Schutz­engel, der mein Leben so wunderbar behütet hat. Ich war ihm von dieser Stunde an mehr wie bisher verbunden. Auch als Kaplan erlebte ich mehrmals den greifbaren Schutz des heiligen Engels in Gefahren des Leibes und der Seele.

Dann, als Pfarrer, schrieb mir eines Tages die edle, hei­lig­mässige Mutter Maria Theresia Meyer-Berndhold: „Bitte über­ge­ben Sie jeden ... mehr

Oktober 2017

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