Die Demut

Aus einer Predigt des hl. Pfarrers von Ars

Die Demut ist die grosse Hilfe zur Gottesliebe, der Stolz das grosse Hindernis zur Heiligkeit. Er ist das Bindeglied in der Kette der Laster, die Demut das gemeinsame Band aller Tugenden.

Die Heiligen erkannten sich selbst besser, als dies bei den übrigen Menschen der Fall ist; denn sie waren demütig. Es ist unbegreiflich, wie und worauf so kleine Geschöpfe wie wir stolz sein können ... Weniger als eine Hand voll Staub ist unser Leib nach dem Tode.

Die Demut ist wie eine Waage: Je mehr sie sich auf der einen Seite senkt, desto mehr steigt die andere.

Eine stolze Person glaubt, alles, was sie tut, sei gut; über alle, die mit ihr zu tun haben, will sie herrschen. Immer hat sie recht, immer glaubt sie, ihr Urteil sei besser als das der anderen ... Nein, so geht es nicht! ... Fragst du eine demütige und kluge Person um ihr Urteil, so teilt sie es dir einfach und aufrichtig mit. Dann lässt sie die anderen ihre Meinung sa­gen. Haben sie recht oder unrecht, sie fügt nichts hinzu. Wurde der hl. Aloisius von Gonzaga ... mehr

Februar 2019

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